Alpaka Verhalten

Es ist unglaublich entspannend die Tiere stundenlang zu beobachten!

Und genau das sollte man auch täglich tun. Denn nur wer seine Tiere genau kennt, merkt auch frühzeitig wenn etwas nicht stimmt.

 

Alpakas haben einige Verhaltensweisen, die bei unseren heimischen Rassen unbekannt sind.

Dazu zählt natürlich vorrangig das Spucken. Aber keine Angst, normale Alpakas spucken Menschen nicht absichtlich an. Es kann allerdings vorkommen, dass man sich in der „Schusslinie“ zweier Alpakas befindet. Wenn man die Vorwarnungen beachtet, kann man es aber meistens vermeiden getroffen zu werden ;-).

 

Alpakas sind sehr friedfertig und neugierig. Sie spitzen im wahrsten Sinne die Ohren, sobald sich etwas in ihrer Umgebung tut. Sie sind unerschrocken und sehr gut darin, potenzielle Angreifer zu vertreiben. Sogar unser Jagdhund hat Angst vor den Alpakas und meidet lieber deren Nähe.

 

Durch ihren Fluchtinstinkt mögen es Alpakas nicht so gerne, angefasst zu werden und bleiben auf Distanz. Vor allem im Bereich des Kopfes wollen sie nicht berührt werden. Jedoch hat jedes Alpaka seinen ganz eigenen Charakter. Einige sind recht zutraulich und lassen sich auch ganz gerne mal streicheln, andere halten lieber Abstand.

 

Alpakas zeigen ganz unterschiedliches Verhalten, je nach Alter, Geschlecht und Charakter. Stuten sind im Allgemeinen ruhiger als Hengste, vor allem wenn sie tragend sind. Dann wollen sie am liebsten ihre Ruhe und können mitunter auch ganz schön zickig werden. Sobald das Fohlen geboren ist, verändert sich der Charakter wieder. Das ist unglaublich interessant zu beobachten!

 

Junge Alpakas sind meistens sehr verspielt und gerade im Frühling kommt die pure Lebenslust zum Ausdruck. Dann jagen sie sich gegenseitig über die Weide, springen und spielen miteinander.

 

Mit zunehmendem Alter werden aus diesen harmlosen Spielen bei den Alpaka Hengsten Rangkämpfe. Daher ist es sehr wichtig, dass die sehr scharfen Kampfzähne der Hengste gekürzt werden um ernste Verletzungen zu vermeiden. Eine frühe Kastration von nicht zuchtgeeigneten Hengsten kann die Kämpfe auch vermindern.

 

Alpakas passen ihr Verhalten der Umgebung an und reagieren direkt. Daher sind sie auch für die Therapie sehr gut geeignet. Ist man beispielsweise hektisch und gestresst, kann man sich sicher sein, dass die Tiere das eigene Verhalten spiegeln. Wer mit seinen Alpakas ruhig und besonnen umgeht, der wird sich ihnen auch mal nähern können, ohne dass sie sofort die Flucht ergreifen.