Ursprung der Alpakas

Alpakas und auch Lamas werden in die Familie der Neuweltkameliden eingeordnet. Forschungen belegen, dass Alpakas ursprünglich vom Vikunja, Lamas von Guanakos abstammen.

 

Um ca. 4.000 - 3.500 v. Chr. begann bereits die Domestikation (gezielte Züchtung durch den Menschen) von Lamas und Alpakas. Damit zählen Neuweltkameliden zu den ältesten Nutztierrassen der Welt.

 

Während Lamas hauptsächlich als Lastentiere dienten, wurden Alpakas vorrangig wegen ihrer wertvollen Wolle gezüchtet. Bei den Inkas war die hochwertige Alpakafaser sehr geschätzt und ein Ausdruck von Wohlstand.

 

Die Zucht der Alpakas war sehr weit fortgeschritten als Südamerika durch die Spanier erobert wurde. Die Einwanderer verdrängten die einheimischen Tierarten aus ihrer gewohnten Umgebung, sodass sich nur noch die ärmere Bevölkerung hoch oben in den Anden deren Zucht widmete.

 

Der Bestand ging so stark zurück, dass Alpakas fast ausgestorben waren.

 

Erst mit der Unabhängigkeit der Staaten Südamerikas erkannte man erneut den Wert der Alpakas. Mitte des 19. Jahrhunderts wurden erstmalig Alpakas nach England importiert.

 

Die Ursprungsländer der Neuweltkameliden sind Peru, Chile und Bolivien. In den dortigen Hochebenen in 4 - 5.000 Metern Höhe leben auch heute noch die meisten Alpakas.

 

In Europa und den USA werden seit ca. 20 Jahren Lamas und Alpakas gezüchtet. In Deutschland gab es im Jahr 2011 ca. 15.000 Alpakas, jedoch ist nur ein Teil davon zuchttauglich.

 

Vikunja
Vikunja