Tierärztliche Versorgung

Wenn man so manche Internetseite liest, gewinnt man leicht den Eindruck, dass Alpakas praktisch gar nicht krank werden. Mit solchen Aussagen sollte man vorsichtig sein. Alpakas sind zwar recht robust und wenig anfällig, können aber sehr wohl krank werden!

 

Jeder Halter und Züchter sollte seine Tiere täglich genau beobachten und umgehend handeln, wenn Krankheitssymptome festgestellt werden. Ein schnelles Handeln ist sehr wichtig, da man Alpakas meistens erst sehr spät anmerkt, ob sie ernsthaft krank sind. Dann ist es oftmals schon zu spät für eine erfolgreiche Behandlung durch den Tierarzt.

 

Verhält sich ein Alpaka plötzlich anders als sonst, sollte man es genau im Auge behalten und besser einmal zu oft, als einmal zu wenig den Tierarzt rufen.

 

Die tierärztliche Versorgung muss immer gewährleistet sein. Der zuständige Tierarzt sollte bereit sein, sich das notwendige Fachwissen anzueignen, wenn es noch nicht vorhanden ist. Dazu kann man möglichst viele Informationen und Fachliteratur an den Tierarzt weitergeben. Am besten fragt man schon vor dem Kauf der Tiere bei verschiedenen Tierärzten nach, ob Interesse besteht, sich Alpakas zu widmen.

 

Bei Interesse geben wir Ihnen gerne die Kontaktdaten von unserer Tierarztpraxis weiter. Sprechen Sie uns einfach an.

 

Folgende Behandlungen müssen regelmäßig durchgeführt werden:

Impfung

Einmal jährlich gegen Clostridien

 

Wurmkur

Bei Bedarf, Kotproben geben Aufschluss über einen möglichen Wurmbefall. Entwurmen Sie bitte nicht ständig "auf blauen Dunst". Wir lassen regelmäßig Kotproben vom Tierarzt untersuchen und sind immer wieder erstaunt wie selten tatsächlich eine Entwurmung notwendig wird. Nach erfolgter Entwurmung sollte natürlich erneut eine Kotprobe untersucht werden.

 

Nagel- und Zahnpflege

Bei Bedarf. Am besten lässt man sich von einem Züchter zeigen, wie man die Nägel und Zähne korrekt kürzt. Bitte warten Sie nicht zu lange mit dem Kürzen, das könnte irreparable Schäden verursachen.

 

Vitamin- und Mineralstoffversorgung

Ist die ausreichende Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen nicht über das Gras und Heu bzw. die Sonneneinstrahlung abgedeckt (das ist in Deutschland meistens der Fall) müssen die Vitamine gespritzt oder über entsprechende Futtermischungen gegeben werden. Siehe auch „Fütterung“.